Waschen, Kochen, Putzen, Gartenarbeit und kleine Reparaturen – das sind nur einige der vielen Aufgaben, die in einem gemeinsamen Haushalt beinahe täglich anfallen. All diese verschiedenen Pflichten gerecht aufzuteilen, kann da ganz schön schwierig sein! Kein Wunder also, dass es bei vielen Paaren immer wieder zu Streitigkeiten über die Arbeitsteilung kommt: Häufig hat einer das Gefühl, mehr Haushaltsaufgaben zu übernehmen als der Partner – oder aber die unangenehmeren. In beiden Fällen empfindet er die Aufteilung der Pflichten als ungerecht und wünscht sich eine Neuverteilung.

Vielleicht kommt dir das bekannt vor. Wenn auch ihr öfter in Konflikte über die Arbeitsteilung geratet oder einer von euch unzufrieden mit ihr ist, solltet ihr unbedingt über eure Aufgabenteilung sprechen. Wir möchten euch heute dabei unterstützen, in diesem Gespräch eine gerechte Arbeitsteilung auszuhandeln, mit der ihr beide zufrieden seid. Die folgenden Tipps können euch dabei helfen:

1. Legt eine To-do-Liste an

Um alle Aufgaben fair aufteilen zu können, braucht ihr erst einmal einen Überblick über die anfallenden Pflichten. Erstellt dazu wöchentlich eine To-do-Liste. Überlegt dabei auch, wie viel Zeit und Aufwand jede der Aufgaben erfordert, und haltet beides ebenfalls auf eurer Liste fest. So wisst ihr schon vorher genau, was in den nächsten Tagen zu tun ist und wie umfangreich das jeweils sein wird.

2. Erledigt Aufgaben gemeinsam

Denkt nun darüber nach, welche Aufgaben ihr gemeinsam erledigen könnt, und markiert sie auf eurer Liste. Dafür bietet sich beispielsweise Putzen, Spülen oder auch das Ausräumen der Spülmaschine an. Solche Pflichten gemeinsam zu erledigen ist nicht nur absolut fair, sondern macht gleich auch noch viel mehr Spaß! Außerdem übt ihr euch dabei in Teamwork und habt gleichzeitig sogar Zeit, um euch zu unterhalten. Ihr schlagt so also gleich vier Fliegen mit einer Klappe und stärkt dabei auch noch eure Partnerschaft!

3. Teilt (unangenehme) Pflichten gerecht auf

Wendet euch nun den übrigen Aufgaben auf eurer To-do-Liste zu und besprecht, wie ihr sie verteilt. Dabei hilft es euch, dass ihr den jeweiligen (Zeit-)Aufwand schon abgeschätzt habt. Sucht euch zunächst jeweils die Aufgaben aus, die ihr gerne machen möchtet. Teilt die unangenehmeren Pflichten dann möglichst gerecht unter euch auf. Wenn mehrere unliebsame Aufgaben übrigbleiben und ihr euch nicht entscheiden könnt, lost sie aus – das ist die fairste Lösung!

Beim Verteilen der Aufgaben kommt es nicht darauf an, dass jeder exakt gleich viele Pflichten übernimmt. Es ist stattdessen vor allem wichtig, dass ihr euch am Ende beide mit euren Aufgaben und der Aufteilung wohlfühlt. Vereinbart eine „Probezeit“ von 4 Wochen, in der ihr die neue Arbeitsteilung testet. Sprecht dann erneut darüber, ob sie gut funktioniert und ihr beide mit ihr zufrieden seid. Ist das nicht der Fall, überarbeitet sie noch einmal und startet in eine neue „Probezeit“.

4. Zusatztipp: Lobt euch!

Ja, Haushaltspflichten sind Routinearbeiten. Und ja, nach eurer neuen Aufgabenteilung hat nun jeder „seine“ Pflichten. Trotzdem erfordern all diese Arbeiten Mühe und Zeit! Lobt euch deshalb gegenseitig dafür, dass ihr eure Aufgaben erledigt. Das gibt euch beiden ein gutes Gefühl und motiviert euch, eure To-do-Liste tatsächlich gewissenhaft abzuarbeiten. Bedankt euch, wann immer euer Liebster etwas für euch und eure Beziehung tut. Ihr werdet überrascht sein, welche Macht das kleine Wort „Danke“ hat! In der nächsten Woche erfahrt ihr hier übrigens mehr darüber, warum Dankbarkeit in der Partnerschaft so wichtig ist und wie ihr sie gemeinsam leben könnt.

Nutzt unsere Tipps, um eure Arbeitsteilung gemeinsam zu prüfen und die Haushaltsaufgaben noch etwas gerechter aufzuteilen. So wird Streit über den Haushalt schon bald der Vergangenheit angehören – und ihr könnt euch entspannt den schönen Seiten eurer Beziehung widmen!

– von Juliane

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