Für viele Paare ist es lebenslang das zentrale Beziehungsthema: Wie viel Nähe brauche ich, wie viel Freiraum? Häufig beantworten beide Partner diese Frage unterschiedlich – einer fühlt sich eingeengt, der andere gleichzeitig vernachlässigt.

Die Balance finden

Haben zwei Partner sehr unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe und Distanz, kann das zu einem dauerhaften Streitthema in ihrer Beziehung werden – und dazu führen, dass beide langfristig unglücklich werden. Doch die gute Nachricht: Es gibt einen Weg, um diese ungleichen Bedürfnisse in einer Partnerschaft auszubalancieren! Wir stellen euch hier drei Schritte vor, die euch dabei helfen können:

Schritt 1: Sprechen

Wie bei jedem erdenklichen Beziehungsproblem gilt: Sprecht unbedingt darüber! Das klingt so einfach – kann aber eine große Herausforderung sein. Wenn es euch schwerfällt, persönliche Themen anzusprechen, sind die Talk-Abouts in unserer PAIRfect-App die perfekte Hilfe für euch: Sie sind euer Eisbrecher und ermöglichen euch so einen spielend leichten Gesprächseinstieg – und zwar in wirklich jedes Thema! Keine Tabus, keine Vermeidung mehr!

Frage deinen Partner in eurem Gespräch, wie er die Balance Zwischen Nähe und Distanz in eurer Beziehung empfindet. Bist du mit ihr unzufrieden, beschreibe möglichst genau, was dich stört. Im Anschluss daran sollte jeder von euch präzise Wünsche formulieren. Hört sie euch gegenseitig an und versucht, sie nicht als persönlichen Angriff zu empfinden. Nehmt dabei jederzeit die Gefühle des anderen ernst. Beispiele können sein:

„Ich wünsche mir mehr Nähe und Zärtlichkeit, weil ich dann spüre, dass ich dir wichtig bin und du mich liebst.“

oder

„Ich brauche mehr Freiraum für mich, weil ich nur so meine Individualität behalten kann. Das ist nicht gegen dich gerichtet und bedeutet nicht, dass ich dich nicht liebe.“

Benennt außerdem klar, wieviel Nähe bzw. Freiraum ihr euch persönlich wünscht und wie das für euch idealerweise inhaltlich aussehen würde – was würdet ihr zum Beispiel gerne in dieser Zeit machen? Bemühe dich stets, deine Wünsche zu begründen, damit sie für deinen Partner nachvollziehbar werden und er verstehen kann, warum sie für dich so wichtig sind. Mache dir dazu auch einmal Gedanken über deine früheren Erfahrungen, um zu ergründen, welche dich geprägt haben. So kannst du auch deine eigenen Bedürfnisse besser verstehen.

Schritt 2: Entscheiden

Wenn ihr in diesem Gespräch feststellt, dass eure Bedürfnisse sich widersprechen, ist euer nächster wichtiger Schritt: Ihr müsst euch beide bewusst dafür entscheiden, etwas zu verändern! Macht euch dazu klar, dass sowohl Nähe als auch Distanz essenziell für eine Partnerschaft ist und sie nur funktionieren kann, wenn beides ausbalanciert ist:

Nähe ermöglicht Intimität zwischen zwei Partnern und das Erleben gemeinsamer Erfahrungen, die eine Beziehung stärken.

Distanz ist die Voraussetzung für eine persönliche Weiterentwicklung, die einen Partner immer wieder aufs Neue interessant macht.

Wenn ihr ein Bewusstsein dafür schafft, dass beide Pole in eurer Beziehung einen Platz haben sollten, hilft euch das dabei, eure eigenen Wünsche zu hinterfragen. Denn diese Wünsche werden vor allem unbewusst von euren Gefühlen und Erfahrungen beeinflusst. Jetzt könnt ihr aber ganz bewusst entscheiden, dass es „vernünftig“ wäre, etwas von ihnen abzurücken. Wichtig ist, dass ihr beide daran arbeiten wollt und bereit seid, dafür die Komfortzone zu verlassen.

Schritt 3: Verändern

Geht aufeinander zu – denn das kann eine Möglichkeit sein, neue Erfahrungen zu sammeln. Dafür müsst ihr unter Umständen an eure eigenen Grenzen gehen. Das ist natürlich erst einmal beängstigend und unangenehm, aber kann euch enorm weiterhelfen:

Vermeidest du beispielsweise normalerweise Nähe, kann das Zulassen von Nähe in einem geschützten Raum, deiner Partnerschaft, dir die Erfahrung ermöglichen, dass keine emotionale Verletzung folgen muss.

Vermeidest du eher die Distanz, kann das Erleben von Distanz in einer funktionierenden Partnerschaft dir zeigen, dass sie nicht unbedingt zu Verlust führen muss, sondern dein Partner danach wiederkommt und dieses Erlebnis die Intimität in eurer Beziehung sogar noch steigert.

Diese neuen Erfahrungen werden euch in eurer Beziehung gemeinsam wachsen lassen! Überfordert euch nicht und überlegt gemeinsam, welche konkreten kleinen Schritte der jeweils andere gehen könnte. Formuliert sie als Wünsche und haltet sie zum Beispiel in der PAIRfectWunschliste fest – so kann jeder von euch jederzeit noch einmal nachlesen, welchen Weg ihr euch ausgesucht habt. Das erleichtert es euch, ihn konsequent zu gehen.

Die Bedürfnisse ins Gleichgewicht bringen – und dort halten

Neue Erfahrungen zu sammeln und zu beobachten, wie sich die eigenen Bedürfnisse und Gefühle dadurch entwickeln, ermöglicht euch, einen Punkt zu finden, mit dem ihr beide glücklich seid – der Punkt, an dem Nähe und Distanz für euch ausbalanciert sind!

Das geht nicht von heute auf morgen und erfordert Zeit und Geduld, aber es lohnt sich! Redet regelmäßig darüber, wie es euch damit geht. Lasst euch auch von den Impulsen unserer PAIRfect-App dabei begleiten – denn diese kleinen Aufgaben unterstützen euch dabei, immer wieder auf euren Liebsten zuzugehen und seine Bedürfnisse niemals aus den Augen zu verlieren! Manchmal gerät die Balance allerdings trotzdem phasenweise wieder aus dem Gleichgewicht, zum Beispiel durch Umwelteinflüsse: Etwa, wenn ein Partner Stress auf der Arbeit hat und sich deshalb zurückzieht, und der andere dadurch ein unerfülltes Nähe-Bedürfnis erlebt. Sprecht es an, sobald so etwas bei euch auftritt, erklärt euch gegenseitig eure aktuellen Bedürfnisse – und geht gegebenenfalls die drei beschriebenen Schritte noch einmal. So ist der Grundkonflikt der Liebe in eurer Beziehung kein Problem mehr!

Weitere Tipps, Anregungen und interessante Informationen, mit denen ihr eure Partnerschaft in der perfekten Balance halten könnt, könnt ihr in unserer PAIRfect-App entdecken – schaut am besten direkt mal rein!

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